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      2019                                  

 

Jana Jakimovska

Dejan Djolevi

Beqiri & Mexhiti

 Slobodan Miloseski 

Igor Angelov

Drei Positionen

Debora Steinhaus

EGO SUM...

18 Kolonie Wedding

 


28.06. - 12.07.2019
Strukturelle Modifikationen
Slobodan Miloseski

 

 

 

 

 

   

   

   

 

 

Der Bildhauer Slobodan Miloseski erscheint nicht als einfaches Epigone, sondern als selbst geschaffenes kreatives Phänomen, dem die Dynamik von Form und Bewegung als Inspiration in den Segeln für die Inszenierung seines eigenen künstlerischen Schiffes dient. Und dieses Schiff befand sich seit langem auf dem offenen Meer der Möglichkeiten, die die Skulptur als Medium bietet, das mit dem Geist der Postmoderne in Verbindung mit der russischen kubo-konstruktivistischen Schule und den alten kosmologischen Postulaten verwoben ist.


Anhand dieses Projekts mit dem Titel „Strukturelle Modifikationen“ begegnen wir der Aneignung der Idee der visuellen Verschiebung und Auflösung der Struktur, die in eine assoziativ-symbolische Form überführt wird. Damit versucht der Autor recht erfolgreich, die einheitlichen Vorstellungen bestimmter visueller und ästhetischer Probleme aufzulösen und einen spirituellen und energetischen Widerspruch zu erzeugen, der im ersten Kontakt mit dem visuellen Ganzen entsteht.


Mit dieser Präsentation bestätigt Miloseski die Kinetik als Tendenz in seinem Ausdruck, aber nicht nur in der Form, sondern auch im künstlerischen, ästhetischen und konzeptuellen Ausdruck. Daher hat die Kinetik, die Dynamik des Autors nicht nur einen formalen, sondern auch einen begrifflichen Sinn. Seine Werke sind, obwohl im eigentlichen Kontext klein, nicht nur abstrakt-assoziative Gebilde, sondern auch axiologische Wertesysteme. Die Dynamik als
Hauptmerkmal der Schriften dieses Autors ist seit langem ein Mittel, mit dem er diese axiologischen Vertikalen, Assoziationen des Autors, aber auch das allgemeine Streben nach menschlichem Wert aufbaut. Visuell sprießen diese Formen aus der Erde, steigen zum Himmel auf und lassen diese Wertorientierungen irgendwie ontologisch und metaphysisch fundiert und axiologisch ausgerichtet werden.


Der Autor bleibt in seiner Arbeit ununterbrochen der Bewegung verbunden, seine durch die kinetischen Eigenschaften der Form hervorgerufene Unruhe lässt ihn nie los. Kreativ, diese Unruhe entwickelt sich nach oben, die Bewegung ist nicht nur für Bewegung, sie wird zu einer Bewegung ... nach oben. Im streng formalen Sinne verdreifacht sich die Dynamik von Milosheskis Skulptur: Erstens erzeugt die Illusion eines verschobenen Gravitationszentrums die
gesamte dynamische Arbeit; zweitens verstärken die Elemente, aus denen das Ganze zusammengesetzt ist, die Dynamik des Ganzen zusätzlich: als ob der Autor es zuerst konstruiert, es nennt, d.h. neigt zur Struktur und dann durch die Betonung der Elemente, aus denen es gewebt ist, um es zu dekonstruieren; und drittens ist der Autor nicht nur für diese Morphologie wichtig, sondern auch für die Textur und die Farbe der Form, die die Bewegung durch all diese Kontraste vollständig suggeriert, was sie zu einer vollständig ästhetischen Erfahrung macht.