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30.05. - 11.06.2014
face to face

10 Jahre Prima Center Berlin
Lovro Artukovic, Jovan Balov,

Genia Chef, Carola Göllner,
Bert Gossen, Daniel Sambo-Richter
Kurator: Rolf Külz-Mackenzie

 

 

       

Lovro Artukovic                     Jovan Balov                    Carola Göllner         

 

     

Genia Chef                                Bert Gossen               Daniel Sambo-Richter

 

     

 

     

 

     
 

face to face
eine Ausstellung zu
10 Jahre PRIMA CENTER Berlin


Seit zehn Jahren gibt es das PRIMA CENTER Berlin, eine Kunst-Institution, die der Künstler Jovan Balov im Wedding gegründet hat. Es ist ein Projektraum, der zugleich eine besondere Art von Selbsthilfegalerie, Kunstzentrum, internationale und supranationale kulturelle Begegnungsstätte, ein - auch antinationalistisches - Forum für Kunst und Künstler aus dem gesamten ehemaligen Jugoslawien sowie eine nachbarschaftliche Anlaufstelle für Künstler, Kunst- und Kulturinteressierte aller Art, darstellt. Bis heute sind nahezu 150 (!) Ausstellungen von Jovan Balov überwiegend in den Weddinger Räumen präsentiert worden. Weit über 200 Künstler, darunter international etablierte ebenso wie junge Künstlerinnen, die ihre erste Präsentation hier hatten, haben sich im PRIMA CENTER Berlin mit Werken vorgestellt.

Jovan Balov kam schon in den späten achtziger Jahren nach Berlin und liess sich Ende der neunziger Jahre nach einigen Umwegen über die Niederlande und andere Berliner Bezirke im Wedding nieder, wo er bis heute lebt und arbeitet. Geboren und aufgewachsen ist er 1961 in ehemaligen Jugoslawien, im heutigen Makedonien, wo er zunächst Archäologie und Kunstgeschichte studiert hat und dann Malerei in Skopje und auch in Berlin an der HdK. Das Analytische prägt ihn bis heute und ist wesentlicher Teil seiner künstlerischen Arbeiten und ist auch Teil seiner Arbeit mit und in dem PRIMA CENTER Berlin.

Aus Anlass des Jubiläums, das mit einer Veranstaltung im PRIMA CENTER erst am Gründungstag, am 6. Juni, mit einem Fest in diesem Jahr gefeiert werden wird, hat Jovan Balov eine Ausstellung konzipiert: „face to face“ oder von Angesicht zu Angesicht ist der von ihm gewählte Titel, unter dem er mit der Malerin Carola Göllner und vier Malern - Lovro Artuković, Genia Chef, Daniel Sambo-Richter und Bert Gossen - Portraits präsentiert. Alle Künstler leben in Berlin und arbeiten realistisch figurativ.

Jovan Balov widmet sich in den letzten Jahren besonders einer realistisch analytischen Portraitmalerei. Er bildet nicht ab, übersteigert nicht die Wirklichkeit, sondern er setzt seine malerischen Mittel zur Herstellung von Charakterstudien mit persönlichem Hintergrund ein, mit der Absicht, dass ein Portrait über die Darstellung körperlicher Ähnlichkeiten das Wesen und die Persönlichkeit des Portraitierten über die menschliche Mimik hinaus zum Ausdruck bringen sollte. Neben Familienmitgliedern und Selbstportraits malt er vor allem Persönlichkeiten der Kunst-, Kultur- und Zeitgeschichte.

Carola Göllner, 1961 in Berlin geboren und Absolventin der HdK (Meisterschülerin von Wolfgang Petrick und Studentin von Georg Baselitz), ist eine realistische Malerin, die Alltagsszenen und Portraits malt und zeichnet. Ihr Farbauftrag ist sehr klassisch angelegt und ihre Figuration aus dem Zeichnerischen entwickelt.

Lovro Artuković, 1959 in Zagreb (Kroatien) geboren, wo er auch Malerei studierte und neun Jahre an der Akademie unterrichtete, lebt und arbeitet seit 2003 in Berlin.
In seinen oft grossformatigen realistischen Gemälden verbindet er alltägliches mit politischen Stellungnahmen, menschliche Szenen mit Portraits und Charakterstudien.

Genia Chef, 1954 in Kasachstan/Russland geboren und in Moskau und Wien als Maler ausgebildet, lebt und arbeitet in Berlin. Als realistischer Maler beschäftigt er sich fortwährend damit im Alltag Besonderheiten zu entdecken, die er fotografisch festhält, um sie später in seinen Zeichnungen und Malereien als Besonderheiten wieder zu geben. Auch setzt er sich mit Geschichte und Politik auseinander, die er vor allem in Personenportraits und Bildern nach Art von Bühnenprospekten und Panoramen inszeniert.

Daniel Sambo-Richter, Jahrgang 1966, ist Maler und Bildhauer in Berlin, ausgebildet in der DDR, wo er aus politischen Gründen bis zur Wendezeit Repressionen ausgesetzt war. Anfänglich der abstrakten Malerei zugeneigt arbeitet er inzwischen als Maler realistisch bis naturalistisch. In seinen Portraits und Personenbildnissen setzt er sich vor allem mit politischen Persönlichkeiten der dreissiger Jahre und mit heutigen totalitären Charakteren auseinander.

Bert Gossen, geboren 1957 in Gelsenkirchen, hat in Düsseldorf studiert. Er lebte und arbeitete mehrere Jahre in New York und inzwischen in Berlin. Neben figurativ ornamentaler Malerei entwickelt er ausdruckstarke realistische Portraits und Charakterstudien von unterschiedlichen Persönlichkeiten.



Berlin, im Mai 2014, Rolf Külz-Mackenzie