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      2014                                  

 

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 Goce Andonoski

 

31.01. - 20.02.2014
Ist Ihnen aufgefallen, wie ich das klassische Porträt zerstört habe?
Goce Andonoski

 

 

 

         

 

     

 

       

 

Ist Ihnen aufgefallen, wie ich das klassische Porträt zerstört habe?
Goce Andonoski


Die inzwischen dritte Andonoski-Ausstellung in Berlin lädt den Betrachter zu einer Entdeckungsreise ein. Zerstörung, Mitgefühl und geschenkte Erlösung sind auf Leinwand, Papier und im Videoformat zu finden.
Konzeptbeschreibung Die Andonoski-Ausstellung im Januar/Februar zeigt als Hauptthema das unpersönliche Porträt. Diese Kollektion umfasst 16 Bilder (Größe 70x90 cm, Hochformat) und wird im Raum 1 (ZERSTÖRUNG) vorgestellt.
„Die Kollektion der unpersönlichen Porträts steht ganz in der Tradition und der Auffassung der antihumanistischen Kunst. Demnach erklärt der Antihumanismus nicht das Individuum für die Hauptsache, sondern es geht alleine um das Ziel und die Sache an sich!
Am Beispiel des Porträts erklärt der Künstler das persönliche Bildnis eines jeden Einzelnen zur Nebensache. Die Porträts bilden verschiedene Persönlichkeiten des Alltags ab: Fachanwälte, Banker, Marketing-Experten, Anästhesisten, Künstler, Schauspieler, Sänger, selbständige Unternehmer. All diesen Menschen begegnen wir in unserem Alltag. Wir haben mit ihnen geschäftlich zu tun; sie sind mit uns befreundet oder sie wurden uns durch andere Mitmenschen vorgestellt. Es sind Persönlichkeiten, die sich verdient gemacht und Expertise auf ihrem jeweiligen Fachgebiet erlangt haben.
Andonoski Art intern 21.10.2013


ArtSupport
Der Kunstkenner würde im Porträt eine Hommage an die jeweilige dargestellte Person annehmen. Diese Kollektion kehrt von diesem Denken ab und hinterfragt die Funktion des Porträts kritisch. Indem jeder Porträtierte eine Reduzierung in seiner Abbildung erfährt, könnte man annehmen, dass jeder von ihnen austauschbar wäre. Nehmen Sie die abgebildeten Augen und Münder ab, ersetzen Sie sie durch die Augen und die Münder eines anderen Menschen und schon ist die Austauschbarkeit des Individuums gewährleistet. Das Individuum als Hauptpunkt im Humanismus existiert nicht mehr.
In dieser Kollektion geht es um das Porträt selbst, also um die reine Sache an sich. Das Individuum, das als Darstellung in dem Porträt auftaucht, verkommt zur Nebensache. Ist also das Individuum nicht nur in der Arbeitswelt austauschbar, sondern auch in seinem Dasein als Mensch?
Indem der Künstler die Fläche von Vorder- und Hintergrund in der Darstellungsweise gleich behandelt, verweist er nicht nur auf die Austauschbarkeit und Unwichtigkeit des einzelnen Individuums, sondern degradiert auch das Porträt zu einer Nebensache und macht es alltäglich. Die Kulmination und die Absurdität dieser Vorgehensweise lassen sich sehr gut in den „absolut unpersönlichen“ Porträts beobachten. Hier spielt es keine Rolle mehr, wer dargestellt wird. Der Betrachter sieht einen beliebigen Menschen auf der Leinwand. Nähere Informationen können wir der Darstellung nicht entnehmen.
Der Künstler bringt es in einem Satz auf den Punkt: „Mir geht es nicht um die einzelnen Sandkörner. Mir geht es um den ganzen Strand!“
Im Raum 2 (MITGEFÜHL) wird eine weitere Kollektion mit dem Titel „das ungeliebte Kind“ präsentiert. Hier wird eine zusammenhängende Geschichte auf 10 Blättern (DIN A2, Querformat) erzählt. Da es sich um eine Nebenkollektion handelt, sollen nähere Informationen zu dieser Kollektion vermieden werden.
Im Raum 3 (ERLÖSUNG) zeigt der Künstler einen Videobeitrag und stellt erstmals drei Geschichten in einem Kontext gemeinsam dar. In den laufenden Bildern werden „Die Kollektion der Weisen“, „Die Frankfurter Kollektion“ und „Condition“ erzählt.
„Die Kollektion der Weisen“ und „Die Frankfurter Kollektion“ basieren auf einer Erzählung von Goce Andonoski. „Condition“ ist der erste Kurzfilm des Künstlers.
4 Beispielfotos Siehe Anhang.
Adresse des Künstlers: Goce Andonoski Speicherstraße 42 60327 Frankfurt am Main