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     2006                                  

 

Marina Cvetanovska Martinovska

Emilia Duparova

Vidoje Tucovic

Ottjörg A.C.

Anka Danailovska

Miodrag Peric

Dijana Tomic Radevska

Revolt MKD

Archi Galentz

Armin Kauker

Birgit Maria Wolf

Beyond the light and the colour

 Dusan Todorovic 

Wadim Rakowski

Ulrike Markert

Sun for All

 

 

Dusan Todorovic  

"Museum of virtual property"

31.03. - 13.04.2006

 

         

 

         

 

         

Dusan Todorovic

 

Die Malerei von Dusan Todorovic hat sich kontinuierlich weiterentwickelt, beginnend in den späten `60gern und frühen 70zigern des letzten Jahrhunderts bis heute.  

 

Nachdem er sein Studium an der Hochschule der bildenden Künste in Belgrad abgeschlossen hat, wird er Teil der aktiven Kunstszene. Leidenschaftlich setzt er sich mit den Impulsen der jugoslawischen Kunst auseinander und entwickelt in Korrespondenz mit dem Zeitgeschehen beständig eigene Ideen. Seine Malerei leistet einen bedeutenden Beitrag zur Jugoslawischen Kunst des 20 Jhds, die sich intensiv mit  neuen Form- und Bildsprachen beschäftigt: radikale Formen des Realismus und Photorealismus, postmoderner Epressionismus, Konzeptmalerei, Geometrie, Rauminstallationen.

 

       

 

         

 

         

 

Später, während der 80ziger und frühen 90ziger Jahre gehört Todorovic  zu den postmodern orientierten Künstlern, mit einer deutlich subjektiven Ausdrucksform, die beides beinhaltet: Elektizismus und Auseindersetzung mit der Kunstgeschichte. Mit seiner persönlichen Authensität  durchquert e als Nomade die Avantgarde... Vorwiegend beabsichtigt und verteidigt er die Unantastbarkeit seiner Bildsprache. Seine  Variationen sind der analytischen, nach der Essenz der Malerei suchenden, genauso, wie visionären  konzepten verpflichtet. Für ihn besteht die Notwendigkeit für diese Konzepte authentische neue Möglichkeiten der modernen Ausdrucksform zu entwickeln. Wir   begegnen in seinen Werken zeitgenössischen Motiven und Themen, und wir begegnen einer poetischen Bildsprache, die objektive und mental subjektive Visionen vereinigen kann. Todorovic überzeugt mit seiner Ausdruckskraft, seiner Sichtweise, seiner Fähigkeit mit seinen Bildern eine eigene  kunstvolle  poetische Ausdrucksform zu erschaffen...

 

        

 

         

 

         

Photo: Jovan Balov

 

Die Bilder sind gefüllt mit dem Blau des Himmels und der See, mit archaisch antiken Symbolen, Delphinen und Drachen, singenden Schönheiten auf imaginären Inseln, Metaphern die für uns vollständig übertragbar sind und adequat in unsererer modernen Kultur wirken.  

 

Der zweite Teil der Ausstellung zeigt Malerei, Installationen und Graphiken die letztes Jahr entstanden sind, seine Konzentration liegt  im  konzeptionellen Bereich.  Thematisch beschäftigt er sich mit  Stadtlandschaften, angesiedelt zw. Realität und Ersatzrealität, das isolierte Individuum  als Modell des modernen Menschen dessen Welt von Computern organisiert wird, die menschliche Existenz besteht aus einer Ansammlung kunstvoll arrangierter Momente-gekonnt seziert in zahlreiche  psychologische und soziale Eigenheiten.   

 

Währenddessen sich eine Thematik von  fragmentischen sich ähnendeln Situationen darstellt, erweitert er den künstlerischen Ausdruck seiner Malerei und Graphik und gestaltet weitere inhaltliche Bedeutung mit visuellen, mentalen und metaphorischen Andeutungen.

 

 

Der letzlich plastische Eindruck der Motive seiner Malerei wird durch Einsatz des Neonlichtes unterstützt. Jedoch soll diese Verwendung nicht als bloßes technisches Gestaltungsmittel interpretiert werden. Todorovic beabsichtigt mit dem Neonlicht eine glitzernde Bildfläche als Synonym für eine sublimierte Beschaffenheit des Lebensraumes in Erscheinung treten zu lassen.

 

Abschließend soll noch bemerkt sein, daß Dushan Todorovichs neuesten figurativen Bilder eine folgerichtige Weiterentwicklung seiner charakteristischen Kunstform darstellen. Beständig folgt er seinem  Konzept des offensichtlichen Bildinhaltes und modernisiert  eine fast klassische Malerei durch vielschichtige Technik und konzeptionelle Vorgehensweise. Mit der zusätzlichen Verwendung von einfallendem Neonlicht aus der direkten Umgebung der Bilder eröffnen sich neue Fragestellungen zur Bedeutung und strukturellen Gestaltung der Werke unter wechselden Lichtbedingungen. Als überragendes Endresultat  dieser Arbeitsweise zeigt sich plastizität und poetik als eine Vereinigung von Ikonographie und Philosophie.